Zschocken ist flächenmäßig das größte Bauerndorf des Erzgebirges. Es ist, wie auch die Dörfer Beutha, Thierfeld und die meisten Waldhufendörfer der ehemaligen Grafschaft Hartenstein, mit der Besiedlung des Erzgebirges zwischen 1151 und 1170 gegründet worden. Urkundlich wird es erstmalig 1219 genannt. Gründer war Dudo von Meineweh, Besitzer der Herrschaft Wildenfels. ein Vasall der Meinheringer.
Meineweh tritt 1173 mit als Stifter des Klösterlein Zelle in Aue auf und schenkt dem Kloster neun Hufen in Zschocken. Die älteste bekannte Schreibweise des Dorfnamens ist Schaken. Dank des guten Ackerbodens und der günstigen Lage wurde Zschocken eins der ertrag- reichsten Bauerndörfer des Gebietes. Das hatte zur Folge, dass sich im Laufe der Zeit mehrere Herrschaften um Besitzungen in diesem Dorf bemühten. So kam es, dass Zschocken zeitweise an vier andere an das Kloster Grünhain. Am härtesten war die Fron unter den Grafen von Hartenstein, den Schönburgern.
1525 beteiligten sich Zschockener am Bauernkrieg und lagen mit anderen Bauern „hart" vor der Burg Stein. Die einst durch das Hartensteiner Gebiet führende Salzstraße nach Böhmen schnitt auch Zschocken. Zwei noch erkennbare Wallanlagen zeugen von Kriegsnot und unruhigen Zeiten der Dorfbevölkerung.
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