Das ist eine Flurnamenbezeichnung für den Hang, der sich von der
Promenade zur Meisterei hochzieht. Ob diese Flurnamenbezeichnung „Hoher
Hahn" mit der Hahnenfeder am Hute des Scharfrichters, welcher die Meisterei
bewohnte, in Zusammenhang zu bringen ist oder ob es damit eine andere Bewandtnis
hat, lässt sich nicht genau sagen. Aber den „Hohen Hahn" hinauf zog
sich früher ein Feldweg. Er wird zwar nicht mehr befahren, ist aber
noch deutlich zu erkennen. An diesem Feldweg vor einer Buschreihe stand
Anfang unseres Jahrhunderts noch eine dicke Buche, die im allgemeinen als
„Luderbuche" bekannt war. Der Hartensteiner Henker auf der Meisterei verrichtete
neben seiner Scharfrichterarbeit auch noch Abdecker- und Schinderarbeit.
Deshalb brachten die Bauern ihr krankes oder gefallenes Vieh bis zu jener
Buche, banden es dort an oder legten es nieder. Der Abdecker und Scharfrichter
holte es dann ab. Die Bauern aber wollten selbst nichts mit ihm zu tun
haben und mieden, so gut es ging, jede Begegnung.
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