Der „Hohe Hahn" (H 10)

Das ist eine Flurnamenbezeichnung für den Hang, der sich von der Promenade zur Meisterei hochzieht. Ob diese Flurnamenbezeichnung „Hoher Hahn" mit der Hahnenfeder am Hute des Scharfrichters, welcher die Meisterei bewohnte, in Zusammenhang zu bringen ist oder ob es damit eine andere Bewandtnis hat, lässt sich nicht genau sagen. Aber den „Hohen Hahn" hinauf zog sich früher ein Feldweg. Er wird zwar nicht mehr befahren, ist aber noch deutlich zu erkennen. An diesem Feldweg vor einer Buschreihe stand Anfang unseres Jahrhunderts noch eine dicke Buche, die im allgemeinen als „Luderbuche" bekannt war. Der Hartensteiner Henker auf der Meisterei verrichtete neben seiner Scharfrichterarbeit auch noch Abdecker- und Schinderarbeit. Deshalb brachten die Bauern ihr krankes oder gefallenes Vieh bis zu jener Buche, banden es dort an oder legten es nieder. Der Abdecker und Scharfrichter holte es dann ab. Die Bauern aber wollten selbst nichts mit ihm zu tun haben und mieden, so gut es ging, jede Begegnung.